Kritik an geplanter Homeoffice-Pflicht
Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass Homeoffice-Pflicht eingeführt werden sollte, um Infektionen mit dem Coronavirus zu vermindern. Dies dient der Bekämpfung der steigenden Infektionszahlen- die vierte Welle. Viele Firmenbesitzer haben ihren Ärger über diesen Gesetzentwurf geäußert. Dies liegt daran, dass es eine starke Verbindung zwischen Homeoffice und geringerer Produktivität gibt.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Arbeit im Büro die produktivste Arbeitsweise ist. Selbst wenn die Coronavirus-Raten steigen, wird genug Bevölkerung geimpft, um die Gesellschaft zu schützen. Ich glaube, dass dieses Gesetz aus zwei Gründen nicht verabschiedet werden sollte. Der erste Grund ist ein schlechteres Arbeitsumfeld zu Hause und der zweite Grund sind die negativen psychologischen Auswirkungen.
Der Umgang mit Kollegen bei Heimarbeit ist ganz anders als im Büro. Es ist sehr schwierig sinnvolle Beziehungen aufzubauen, weil Kollegen nur per E-Mail oder Anruf interagieren können. Dies erschwert daher die Zusammenarbeit und Teamarbeit, als Folge sinkt die Teamproduktivität. Im digitalen Zeitalter ist es jedoch einfach geworden, mit Kollegen zu kommunizieren. Es gibt zahlreiche Tools für die Online-Zusammenarbeit, die das Unternehmen die Teamarbeit verbessern können. Das Miro-Board ist beispielsweise eine Website für Kollegen, um Notizen zu einem Projektplan hinzuzufügen.
Die negativen psychologischen Auswirkungen sind, dass sich die Menschen von der Pandemie erschöpft und müde fühlen und dann neigen, sich zu Hause mehr zu entspannen. Das liegt daran, dass die meisten Leute gerne hart im Büro arbeiten und sich dann zu Hause entspannen. Aber jetzt ist man den ganzen Tag zu Hause, hat man immer noch die gleiche Einstellung, zu Hause zu entspannen. Daher würden sich bei Homeoffice mehr Menschen entspannen und nicht genug harte Arbeit leisten. Aber man könnte argumentieren, dass, wenn erschöpfte Menschen ins Büro gehen, sie irgendwann ausbrennen und sich noch müder fühlen.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich fest davon überzeugt bin, dass das Homeoffice-Gesetz nicht verabschiedet werden sollte, weil die Vorteile der Arbeit im Büro die möglichen Kosten bei weitem überwiegen.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/homeofficepflicht-debatte-101.html
Hallo, bisher war ich ziemlich uninformiert hinsichtlich der Lage des Homeoffices in Deutschland und dessen Wahrnehmung der Öffentlichkeit, also vielen Dank für die Übersicht. Dass viele Arbeitgeber Bedenken bei diesem Arbeitsmodell haben, kann ich mir vorstellen, da, um ein sinnvolles Homeoffice zu ermöglichen, muss man gedanklich umschwenken,: von Zeit- auf Leistungsmessung.
ReplyDeleteIn Bezug auf deiner Bemerkung scheint es den Unternehmern schwerzufallen. Da ich vorletzten Sommer zwölf Monate Vollzeit bei einem internationalen Pharmabetrieb abgeschlossen habe (ganz in Homeoffice), habe ich die folgenden Bemerkungen, die mir dazu führen, die Angst der Unternehmer als unbegründet zu halten– viellecht sogar vorgeschoben.
Erstens, durch den technischen Fortschritt mit Videotelefonaten und Echtzeit-Kommunikation übers Internet und Apps, war es mir möglich trotz physischer Abwesenheit uneingeschränkt mit meinem Team Kontakt zu halten. Darüber hinaus bestand mein Job – und der meiner Kollegen – Verbesserungsprojekte für Produktionsstätten auf der ganzen Welt durchzuführen. Das heißt, einen großen Teil meines Jobs wurde sowieso über MS Teams durchgeführt.
Ich würde gerne deine Meinung über die Studien hören, die belegen, dass Homeoffice-Mitarbeiter produktiver sind. Laut einer Studie arbeiten sie durchschnittlich 46 Stunden pro Woche; also länger als Mitarbeiter im Büro und das oft ohne Lohn- oder Freizeitausgleich. Aus meiner Sicht liegt der Grund darin, dass sie schließlich beweisen müssen, was sie geleistet haben, während in vielen Betrieben Anwesenheit als Leistungsnachweis gilt. Außerdem bin ich auch der Meinung, dass Mitarbeiter ihre Arbeitszeit zu Hause durchaus effektiver nutzen, weil sie weniger abgelenkt sind und nicht so viele Pausen machen.
Dazu habe ich auch noch nichts über die psychologischen Aspekte erwähnt, dabei ist mein Kommentar schon ziemlich lang geworden. Deswegen sage ich nur noch kurz: meine Kollegen waren der Ansicht, im Schnitt als Heimarbeiter zufriedener zu sein als im Vergleich zu den Zeiten wo sie jeden Tag zur Arbeit fahren mussten – sowohl mit ihrer Arbeit als auch mit ihrer Freizeit. Ich würde schätzen, dass die am unzufriedensten unter den Angestellten sind, diejenigen, die gerne Zuhause arbeiten würden aber es nicht dürfen,
Und Homeoffice bedeutet weniger Kosten für Strom, Heizung, Reinigung, Büroflächen usw. – Zeit und Produktivität bedeutet Geld, natürlich, aber auch die hiergebenden Kosten?
Ich stimme dir zu, dass Homeoffice nicht immer die richtige Lösung ist – Unternehmer sollten genau überlegen, welche Mitarbeiter und welche Tätigkeiten tatsächlich für die Heimarbeit geeignet sind. Die Arbeit von zu Hause aus erfordert von Arbeitnehmern eine Menge Disziplin – und die hat nicht jeder. Jedoch, wer in Homeoffice arbeiten will, muss aus meiner Sicht jeder für sich selber einschätzen. Viele Jobs können auch von zu Hause aus erledigt werden – wenn die Unternehmer umdenken.