Heute um 15 Uhr wurde das Ende der Koalitionsverhandlungen veröffentlicht. Die Partien der sogenannte Ampel-Koalition haben sich entschieden, eine Regierung zu bilden. Das ist bezeichnend, denn es bedeutet die erste Regierung seit 2005, worin der CDU/CSU-Block keine Rolle spielt. Obwohl der Grund dafür ist, dass Angela Merkel zurückgetreten hatte, ist das Schnee von Gestern und ist nicht der Fokus dieses Blogs. Was viel interessanter für mich ist, ist das System in Deutschland, eine neue Regierung zu bilden.
In Großbritannien, oder in der Wahrheit in der Mehrheit der Welt, wählen die Bevölkerung und lernen sie relativ bald, welche Partei in die Regierung stellen wird. Normalerweise dauert diese Phase ein paar Tagen – vielleicht eine Woche. In Deutschland? 59 Tagen. Und das ist noch nicht die Längste. Nach der Bundestagswahl im Jahr 2013 haben die Koalitionsverhandlungen 86 Tagen dauert. Darin liegt mein Problem mit diesem System. Wenn man für eine Wahl verlorene Partei wählt, ist man vielleicht enttäuscht, aber das Leben lauft. Die neue Regierung, für die man nicht gewählt hat, regiert das Land. Jedoch wenn man für sie gewählt hat, ist man in der Theorie glücklich, weil sie deine gewünschte Politik realisieren. Deshalb ist *nur* eine Hälfte der Bevölkerung unglücklich. In Deutschland ist es anders. Viele Parteien, die in der Regierung sein wollen, streiten mit den anderen und endlich ein Kompromiss eingehen. Wofür man wählte, ist irrelevant. Da gibt es das Problem – egal was ein Wähler will, wird die Politik nach so langen Koalitionsverhandlungen verschwinden, denn die Politiker wollen am Ende nur in der Regierung sein.
https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-950903.html
https://www.youtube.com/watch?v=9vDUTqCyH3g
https://www.youtube.com/watch?v=u7zKvxUMt3g
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