„Wir schaffen das“.
Vor sechs Jahren wurde diese bald berüchtigte Satz in den Schlagzeilen in ganz Europa verbreitet. Das Versprechen von Angela Merkel an Heimatflüchtlinge in Deutschland hat sich erfüllt, bis Ende 2020 leben eine Million in Deutschland.
Doch trotz der offenen und gastfreundlichen Arme von Bundeskanzlerin Merkel ist es nicht so einfach, ein Zuhause für Flüchtlinge zu finden. Ende November 2021 starben 27 Menschen, die in Großbritannien Schutz suchten, als sie den Channel überquerten. Ihre Nationalität ist größtenteils unbekannt, obwohl zwei der ursprünglich 34 Personen identifiziert wurden, die die Reise antraten (BBC, 2021). Und selbst wenn Flüchtlinge in den europäischen Ländern monatelang Schlagzeilen machen, ist nur ein EU-Land die Top 10 der Flüchtlinge pro Bevölkerung. 1,5 % der deutschen Bevölkerung sind Flüchtlinge, aber der Libanon ist oben auf der Liste mit 12,9 % an (EU-Website, 2021).
In Deutschland kostet jeder Flüchtling etwa 15.000 Euro im Jahr. Dazu gehören lebensnotwendige Lebenshaltungskosten sowie Sprachschulen und Integrationskurse. Das waren im Jahr 2016 über 20 Milliarden Euro (DW, 2016). Verständlicherweise unterstützen manche Politiker dies nicht, weil sie wollen, dass das Geld für ihre eigenen Bürger priorisiert wird.
Aber wenn Länder keine oder wenige Flüchtlinge unterstützen, wohin mussten sie dann gehen? Die meiste der Asylsuchende suchen bereits Schutz in Nachbarländern statt in Europa, und viele ihren Nachbarländern haben ähnlichen Problemen, wie die Herkunftsländer der Flüchtlinge.
Und da Covid es schwieriger macht, Grenzen zu überschreiten, aber die Risiken für die Sicherheit der Menschen nicht abnehmen, macht es das Problem nur noch schwieriger.
Könnten wir das „schaffen“? Und weiter so?
Es ist furchtbar, das wir allen sind in der gleichen Lage nach 6 Jahren als Europa im Jahr 2015 war. Man würde denken, dass Politiker jetzt an den beiden Seiten des Kanals etwas machen könnte. Meiner Meinung nach sollten sie die politische Streiterei (besonders zwischen Großbritannien und Frankreich) aufhören und ‚schaff‘ etwas.
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