Tierisch verliebt
Tinder, durch dessen App Millionen von Menschen Bekanntschaften knüpfen, erleichtert
jetzt das Kennenlernen von einer anderen Sorte der wahren Liebe, nämlich die in
der Form eines Vierbeiners. Hinter dieser raffinierten Aktion steckt das Tierheim
München. In der Hoffnung ein neues Zuhause für ausgesetzte Haustiere zu finden,
wurden deren Profile auf Tinder verfügbar gestellt. Die zugrundeliegende Motivation
hierfür lässt sich jedoch leider nicht von der amüsanten Seite ablenken.
Seit Pandemieanfang haben sich deutsche Familien insgesamt
mehr als eine Million Katzen und rund 600,000 Hunde zugelegt. Wenig später
befinden sich diese Tiere oft im Tierheim, da die ursprünglichen Besitzer*innen
mit ihren neuen Vierbeinern nicht zurechtkommen. Doch das ist längst nicht die
Spitze des Eisbergs: während Tinder zur Not der Tiere kommt, wird Ebay als Mittel
des illegalen Welpenhandels benutzt. Laut des Deutschen Tierschutzbundes waren
im ersten Halbjahr 2021 1307 Tiere betroffen. Es ist unverzeihbar, dass nichts
gegen dieses Welpenhandelsproblem gemacht wird, obwohl dieses explizit im
Koalitionsvertrag von 2018 erwähnt wird.
Dieser durch Korona verstärkte Teufelskreis muss von der
Bundesregierung wirklich ernstgenommen werden, indem sie meiner Ansicht nach,
sofort jeglichen illegalen Handel gesetzlich regulieren und einschränken sollten,
beispielsweise durch verschärfte Strafen.
Wenn ihr das nächste Mal darüber nachdenkt, ob ihr einen
wuschligen Freund in euer Zuhause willkommen heissen wollt, dann zieht erstmal
in Betracht ein “erstes “Date” mit einem der Tierischen Anbieter zu
vereinbaren.
https://www.dw.com/de/corona-haustiere-landen-im-tierheim-und-auf-tinder/a-59732120
Es ist tragisch, dass im vergangenen Jahr so viele Tiere so schnell und in so kurzer Zeit ausgesetzt geworden sind. Sollte, Ihrer Meinung nach, es gesetzlich vorgeschrieben werden, dass potenzielle Tierkäufer gründlich auf ihre Kompetenz geprüft werden, ähnlich wie Familien, die Kinder adoptieren möchten?
ReplyDeleteDas ist wirklich interessant Janina. Ich stimme Kat zu, dass es wirklich so traurig ist, dass so viele Tiere in den Tierheimen landen. Ich glaube, dass so schnell wie möglich mehr getan werden muss, da dies jetzt zu einem globalen Problem wird. Ich denke, Kompatibilitätsbewertungen der Familien und Geldstrafen für die Unterbringung der Tiere in den Tierheimen wären ein guter Anfang.
DeleteIch bin der gleichen Meinung wie Jodie und Kat. Ich hatte jedoch nicht bemerkt, dass Plattformen wie Tinder verwendet wurden, um die Adoption von Hunden zu fördern. Es ist ein unbeschwerter Weg, das Problem zu lösen, aber ich denke, dass die Probleme auf globaler Ebene angegangen werden müssen.
DeleteIch hatte einen Hund als ich Kind war, deshalb finde ich die Idee, ein Haustier auszusetzen, eine schlechte Idee. Die Menschen können so viele Haustiere haben, wie sie wollen, aber für Haustiere gibt es nur einen Besitzer. Ich denke, jedes Haustier sollte mit seinem Besitzer registriert werden und es sollte eine umfassendere gesetzliche Regelung für das Haustier geben. Aber ich muss sagen, dass die Verwendung von Tinder für Haustiere eine interessante Idee ist.
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